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Bioland fordert stärkere Unterstützung für den Ökolandbau

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Verstärkte Bemühungen zum Ausbau des ökologischen Landbaus in Deutschland erwartet Bioland von der künftigen Bundesregierung. Im Vordergrund steht für den Anbauverband eine finanzielle Absicherung der Ökoprämien. Seinen Angaben zufolge werden für das Erreichen der Ökoflächenziele von EU, Bund und Ländern zusätzlich 50 Mio Euro im Jahr benötigt.

Verstärkte Bemühungen zum Ausbau des ökologischen Landbaus in Deutschland erwartet Bioland von der künftigen Bundesregierung. Im Vordergrund steht für den Anbauverband eine finanzielle Absicherung der Ökoprämien. Seinen Angaben zufolge werden für das Erreichen der Ökoflächenziele von EU, Bund und Ländern zusätzlich 50 Mio Euro im Jahr benötigt. Aufgebracht werden müssten diese Mittel über eine jährlich steigende Umschichtung von der Ersten in die Zweite Säule. Zudem müssten Bund und Länder ihr finanzielles Engagement für den Ökolandbau erhöhen.

 

Für dringend notwendig erachtet Bioland darüber hinaus eine Anhebung der Forschungsmittel für den Ökolandbau. Deren Anteil an den Agrarfördermitteln des Bundes müsse von heute 2 % auf 20 % im Jahr 2025 ausgebaut werden. Außerdem sei das Bundesprogramm Ökologischer Landbau und andere Formen nachhaltiger Landwirtschaft (BÖLN) um jährlich 15 Mio Euro aufzustocken.

 

Der Verband spricht sich ferner für eine Abgabe auf den Einsatz chemisch-synthetischer Pflanzenschutzmittel und mineralischer Stickstoffdünger aus und plädiert für eine verpflichtende Kennzeichnung tierischer Erzeugnisse statt eines freiwilligen Tierwohllabels. In einer verpflichtenden Haltungskennzeichnung nach dem Vorbild der Eierkennzeichnung müsse Bio als eigene Stufe herausgehoben werden.

 

Neue Züchtungsverfahren wie CRISPR/Cas müssen Bioland zufolge nach den Regeln des Gentechnikrechts geprüft und gekennzeichnet werden. Eine mögliche Anpassung des Gentechnikrechts dürfe nicht dazu führen, dass Zulassungsverfahren ohne Risikoprüfung oder Kennzeichnungsregelungen verlaufen könnten.

 

Gefordert wird schließlich eine Weiterentwicklung der Zukunftsstrategie Ökologischer Landbau (ZÖL), die die gesamte Wertschöpfungskette der Bioernährungswirtschaft in den Blick nehmen müsse. Der Verband betont hierbei die Schlüsselrolle der Außer-Haus-Verpflegung (AHV) für den "Öko-Umbau" der Land- und Lebensmittelwirtschaft. AgE

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Bioland fordert stärkere Unterstützung für den Ökolandbau

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Verstärkte Bemühungen zum Ausbau des ökologischen Landbaus in Deutschland erwartet Bioland von der künftigen Bundesregierung. Im Vordergrund steht für den Anbauverband eine finanzielle Absicherung der Ökoprämien. Seinen Angaben zufolge werden für das Erreichen der Ökoflächenziele von EU, Bund und Ländern zusätzlich 50 Mio Euro im Jahr benötigt.

Verstärkte Bemühungen zum Ausbau des ökologischen Landbaus in Deutschland erwartet Bioland von der künftigen Bundesregierung. Im Vordergrund steht für den Anbauverband eine finanzielle Absicherung der Ökoprämien. Seinen Angaben zufolge werden für das Erreichen der Ökoflächenziele von EU, Bund und Ländern zusätzlich 50 Mio Euro im Jahr benötigt. Aufgebracht werden müssten diese Mittel über eine jährlich steigende Umschichtung von der Ersten in die Zweite Säule. Zudem müssten Bund und Länder ihr finanzielles Engagement für den Ökolandbau erhöhen.

 

Für dringend notwendig erachtet Bioland darüber hinaus eine Anhebung der Forschungsmittel für den Ökolandbau. Deren Anteil an den Agrarfördermitteln des Bundes müsse von heute 2 % auf 20 % im Jahr 2025 ausgebaut werden. Außerdem sei das Bundesprogramm Ökologischer Landbau und andere Formen nachhaltiger Landwirtschaft (BÖLN) um jährlich 15 Mio Euro aufzustocken.

 

Der Verband spricht sich ferner für eine Abgabe auf den Einsatz chemisch-synthetischer Pflanzenschutzmittel und mineralischer Stickstoffdünger aus und plädiert für eine verpflichtende Kennzeichnung tierischer Erzeugnisse statt eines freiwilligen Tierwohllabels. In einer verpflichtenden Haltungskennzeichnung nach dem Vorbild der Eierkennzeichnung müsse Bio als eigene Stufe herausgehoben werden.

 

Neue Züchtungsverfahren wie CRISPR/Cas müssen Bioland zufolge nach den Regeln des Gentechnikrechts geprüft und gekennzeichnet werden. Eine mögliche Anpassung des Gentechnikrechts dürfe nicht dazu führen, dass Zulassungsverfahren ohne Risikoprüfung oder Kennzeichnungsregelungen verlaufen könnten.

 

Gefordert wird schließlich eine Weiterentwicklung der Zukunftsstrategie Ökologischer Landbau (ZÖL), die die gesamte Wertschöpfungskette der Bioernährungswirtschaft in den Blick nehmen müsse. Der Verband betont hierbei die Schlüsselrolle der Außer-Haus-Verpflegung (AHV) für den "Öko-Umbau" der Land- und Lebensmittelwirtschaft. AgE

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