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Jäger fordern bessere Bekämpfung

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Der Deutsche Jagdverband (DJV) hat den "ineffektiven Flickenteppich von Zuständigkeiten und Vorschriften" bei der Bekämpfung der Afrikanischen Schweinepest (ASP) kritisiert. Eine Eindämmung der Tierseuche sei nur möglich, wenn Ausbruchsherde künftig schnell isoliert würden, heißt es in einem 16-Punkte-Papier.

Der Deutsche Jagdverband (DJV) hat den "ineffektiven Flickenteppich von Zuständigkeiten und Vorschriften" bei der Bekämpfung der Afrikanischen Schweinepest (ASP) kritisiert. Eine Eindämmung der Tierseuche sei nur möglich, wenn Ausbruchsherde künftig schnell isoliert würden, heißt es in einem 16-Punkte-Papier, dass der Verband mit Blick auf die morgige Sondersitzung der Agrarministerkonferenz (AMK) zur ASP vorgelegt hat. Dafür müssten dringend Arbeitsabläufe überarbeitet und die Infrastruktur geschaffen werden. Laut DJV breitet sich die Tierseuche im ostdeutschen Wildschweinebestand unvermindert aus; mittlerweile gebe es mehr als 2 000 nachgewiesene Ausbrüche.

 

"Das Virus kennt keine Kreis- oder Ländergrenzen. Deshalb müssen alle Ebenen von Politik und Verwaltung auf Landes- und Bundesebene künftig konsequent und transparent zusammenarbeiten", forderte DJV-Präsident Dr. Volker Böhning. Die Jäger in Deutschland seien sich dabei ihrer wichtigen Rolle bei der Seuchenprävention bewusst. Für die verstärkte Bejagung von Wildschweinen brauche es aber mehr Anreize, betonte Böhning. Die Jäger sind laut DJV bereit, den Wildschweinbestand in den Restriktionszonen und darüber hinaus weiter zu reduzieren. Dann habe es das ASP-Virus schwerer, sich auszubreiten. Die Behörden müssten allerdings jetzt praxistaugliche Voraussetzungen dafür schaffen.

 

Im dem 16-Punkte-Papier verlangt der DJV unter anderem wesentlich mehr Kühlräume zur Zwischenlagerung von vermarktungsfähigem Schwarzwild in den Pufferzonen. Auch ein abgabe- und steuerfreies Prämiensystem würde Anreize für eine verstärkte Bejagung schaffen. Die Bürokratie, die derzeit mit den Prämienzahlungen verbunden sei, stehe in keinem Verhältnis zum Nutzen.

 

Weitere Forderungen des Dachverbands der Jäger sind flächendeckende Annahmestellen für ASP-Monitoring-Proben, die rund um die Uhr zugänglich sein müssten. Zudem wird der hygienisch einwandfreie Betrieb von Kadaversammelstellen angemahnt, die intensivere Ausbildung von Kadaverspürhunden nach einheitlichen Standards sowie die Stärkung der Direktvermarktung von Wildbret. AgE

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Der Deutsche Jagdverband (DJV) hat den "ineffektiven Flickenteppich von Zuständigkeiten und Vorschriften" bei der Bekämpfung der Afrikanischen Schweinepest (ASP) kritisiert. Eine Eindämmung der Tierseuche sei nur möglich, wenn Ausbruchsherde künftig schnell isoliert würden, heißt es in einem 16-Punkte-Papier.

Der Deutsche Jagdverband (DJV) hat den "ineffektiven Flickenteppich von Zuständigkeiten und Vorschriften" bei der Bekämpfung der Afrikanischen Schweinepest (ASP) kritisiert. Eine Eindämmung der Tierseuche sei nur möglich, wenn Ausbruchsherde künftig schnell isoliert würden, heißt es in einem 16-Punkte-Papier, dass der Verband mit Blick auf die morgige Sondersitzung der Agrarministerkonferenz (AMK) zur ASP vorgelegt hat. Dafür müssten dringend Arbeitsabläufe überarbeitet und die Infrastruktur geschaffen werden. Laut DJV breitet sich die Tierseuche im ostdeutschen Wildschweinebestand unvermindert aus; mittlerweile gebe es mehr als 2 000 nachgewiesene Ausbrüche.

 

"Das Virus kennt keine Kreis- oder Ländergrenzen. Deshalb müssen alle Ebenen von Politik und Verwaltung auf Landes- und Bundesebene künftig konsequent und transparent zusammenarbeiten", forderte DJV-Präsident Dr. Volker Böhning. Die Jäger in Deutschland seien sich dabei ihrer wichtigen Rolle bei der Seuchenprävention bewusst. Für die verstärkte Bejagung von Wildschweinen brauche es aber mehr Anreize, betonte Böhning. Die Jäger sind laut DJV bereit, den Wildschweinbestand in den Restriktionszonen und darüber hinaus weiter zu reduzieren. Dann habe es das ASP-Virus schwerer, sich auszubreiten. Die Behörden müssten allerdings jetzt praxistaugliche Voraussetzungen dafür schaffen.

 

Im dem 16-Punkte-Papier verlangt der DJV unter anderem wesentlich mehr Kühlräume zur Zwischenlagerung von vermarktungsfähigem Schwarzwild in den Pufferzonen. Auch ein abgabe- und steuerfreies Prämiensystem würde Anreize für eine verstärkte Bejagung schaffen. Die Bürokratie, die derzeit mit den Prämienzahlungen verbunden sei, stehe in keinem Verhältnis zum Nutzen.

 

Weitere Forderungen des Dachverbands der Jäger sind flächendeckende Annahmestellen für ASP-Monitoring-Proben, die rund um die Uhr zugänglich sein müssten. Zudem wird der hygienisch einwandfreie Betrieb von Kadaversammelstellen angemahnt, die intensivere Ausbildung von Kadaverspürhunden nach einheitlichen Standards sowie die Stärkung der Direktvermarktung von Wildbret. AgE

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