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China braucht noch mehr Weizen

  markttipps

Der Weizenverbrauch Chinas und damit auch sein Einfuhrbedarf dürfte 2020/21 nach Einschätzung des amerikanischen Landwirtschaftsministeriums (USDA) noch umfangreicher ausfallen als bislang vorausgesagt. Die Washingtoner Marktexperten sehen den Verbrauch nun auf den Rekord von 145 Mio t Weizen zusteuern; bislang waren "nur" 140 Mio t erwartet worden.

Der Weizenverbrauch Chinas und damit auch sein Einfuhrbedarf dürfte 2020/21 nach Einschätzung des amerikanischen Landwirtschaftsministeriums (USDA) noch umfangreicher ausfallen als bislang vorausgesagt. Die Washingtoner Marktexperten sehen den Verbrauch nun auf den Rekord von 145 Mio t Weizen zusteuern; bislang waren "nur" 140 Mio t erwartet worden. Damit würde die Vorjahresmenge um 19 Mio t übertroffen. Begründet wird die Aufwärtskorrektur mit einem voraussichtlich höheren Bedarf an Futterweizen.

 

Im Einklang mit der höheren Verbrauchsprognose für China hob das US-Landwirtschaftsministerium auch seine Vorhersage für den globalen Weizenbedarf in der laufenden Vermarktungssaison an, und zwar um 6,6 Mio t auf 775,9 Mio t. Dieser Menge dürfte aber nach Einschätzung der Fachleute auch eine Rekordproduktion von 776,8 Mio t Weizen gegenüberstehen; Anfang Februar war mit 773,4 Mio t gerechnet worden. Mit dieser optimistischeren Schätzung orientiert sich das USDA an aktualisierten Daten des Australischen Amtes für die Land- und Rohstoffwirtschaft (ABARES) in Canberra.

 

Auch seine Voraussage für den globalen Weizenhandel 2020/21 setzte das US-Agrarressort nach oben, und zwar um 2,5 Mio t auf jetzt 195,6 Mio t. Damit würde die Vorjahresmenge um 4,2 Mio t übertroffen. Unter anderem erhöhten die Experten ihre Weizenimportprognose für Pakistan, und zwar um 600 000 t auf 3,6 Mio t. Außerdem werden die Weizeneinfuhren in das „Reich der Mitte“ nun bei 10,5 Mio t gesehen; im Februar waren hier 500 000 t weniger erwartet worden.

 

Mit Blick auf die weltweiten Weizenbestände zum Ende der Vermarktungssaison setzte das USDA seine Prognose um 3 Mio t auf 301,2 Mio t herab. Ausschlaggebend dafür sei auch hier der wahrscheinlich umfangreichere Weizenbedarf Chinas, der vor allem aus eigenen Lagerbeständen gedeckt werden dürfte. Die Prognose für die verbleibende Weizenmenge in den Silos in der Volksrepublik wurde deshalb um 4,5 Mio t auf 150,4 Mio t gesenkt; im Vergleich zum Vorjahr wären dies 1,3 Mio t Weizen weniger. AgE

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