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Bei Ackerbauern sind jetzt gute Nerven gefragt

  markttipps

Bei der Vermarktung der neuen Getreideernte sind weiterhin gute Nerven gefragt. Ludwig Striewe von der ATR Landhandels GmbH jedenfalls rechnet auch in den kommenden Monaten mit großen Preissprüngen bei Getreide und Ölsaaten. China bezeichnete er beim diesmal virtuellen Ackerbauforum des Deutschen Bauernverbandes (DBV) am Dienstag als den momentan größten Unsicherheitsfaktor.

Bei der Vermarktung der neuen Getreideernte sind weiterhin gute Nerven gefragt. Ludwig Striewe von der ATR Landhandels GmbH jedenfalls rechnet auch in den kommenden Monaten mit großen Preissprüngen bei Getreide und Ölsaaten. China bezeichnete er beim diesmal virtuellen Ackerbauforum des Deutschen Bauernverbandes (DBV) am Dienstag als den momentan größten Unsicherheitsfaktor.

 

Obwohl Peking laut offiziellen Statistiken über hohe eigene Getreidereserven verfüge, kaufe das Land im Rekordtempo die neue amerikanische Maisernte auf - trotz der aktuell hohen Importpreise. Dies lasse eigentlich nur den Schluss zu, dass die Reserven Chinas - zumindest in dem Umfang - "nur auf dem Papier" existierten, so Striewe, der in der ATR-Geschäftsführung den Handel mit Getreide und Ölsaaten verantwortet.

 

In Europa wächst dem Marktexperten in diesem Jahr zufolge eine ordentliche Ernte heran. Derzeit herrschten "von Spanien bis zum Ural" gute Wuchsbedingungen. Sollte es vor dem Drusch zu Wetterkapriolen kommen, müsse beim Weizen trotzdem mit einem erneuten Preisausschlag nach oben gerechnet werden. "Das Wetter ist einmal mehr das Zünglein an der Waage", so Striewe. Aus seiner Sicht sollten Getreidebauern deshalb aktuell nicht spekulativ unterwegs sein, sondern mehr als die Hälfte der neuen Ernte bereits auf dem Halm vermarktet haben. "Auch bei ATR haben viele Landwirte bereits Vorverträge für die neue Ernte gemacht", berichtete Striewe.

 

Am gestrigen Handelstag ist der Anfang Mai einsetzende Kursrückgang beim Matif-Weizen zumindest vorläufig zum Stillstand gekommen. Für die neue Ernte zur Andienung im September 2021 mussten zum Handelsschluss 206 Euro/t angelegt werden. Zum Ende April verzeichneten Hoch fehlen damit fast 50 Euro/t. Auch der Terminraps befand sich in Paris zuletzt weiter im Rückwärtsgang. Gestern zum Handelsschluss trennten den Frontmonat August nur noch 1,50 Euro von der psychologisch wichtigen 500-Euro-Marke. AgE

 

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