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Düngerhersteller stellt Produktion vorläufig ein

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Die Angebotskrise am europäischen Markt für Mineraldünger verschärft sich weiter. Nachdem schon namhafte europäische Hersteller wie Yara oder die SKW Piesteritz in den vergangenen Monaten ihre Produktion des Vorprodukts Ammoniak sowie von Stickstoffdünger wegen der explodierenden Gaspreise teils deutlich reduziert hatten, geht nun auch der größte rumänische Düngerhersteller Azomures diesen Weg.

Die Angebotskrise am europäischen Markt für Mineraldünger verschärft sich weiter. Nachdem schon namhafte europäische Hersteller wie Yara oder die SKW Piesteritz in den vergangenen Monaten ihre Produktion des Vorprodukts Ammoniak sowie von Stickstoffdünger wegen der explodierenden Gaspreise teils deutlich reduziert hatten, geht nun auch der größte rumänische Düngerhersteller Azomures diesen Weg.

 

Das zur Schweizer Ameropa Holding AG gehörende Unternehmen, das etwa die Hälfte des rumänischen Stickstoffdüngermarktes abdeckt und rund ein Zehntel des dortigen Gasmarktes ausmacht, kündigte in dieser Woche einen Produktionsstopp für die Wintersaison an. Im Januar und Februar sollen die Werke ganz stillgelegt und Wartungsarbeiten unterzogen werden. Auch hier werden die Energiekosten als Hauptgrund angegeben.

 

Der Geschäftsführer von Azomures, Harri Kiiski, erklärte in einer Pressemitteilung, dass die von den Gaslieferanten verlangten Preise eine kostendeckende Düngerherstellung im Moment nicht zuließen. Dies zeige auch das Verhalten der Wettbewerber und anderer energieintensiver Industrieunternehmen im Ausland. Eine Wiederaufnahme der Produktion hängt daher laut Kiiski maßgeblich von der Entwicklung des Erdgaspreises und dessen Verfügbarkeit ab.

 

Der Firmenchef betonte, dass sich die Geschäftsleitung von Azomures bemühe, die Situation wieder zu normalisieren. Er sieht hier allerdings auch die rumänische Regierung in der Pflicht, Maßnahmen zur Lösung der Versorgungs- und Preiskrise am europäischen Gasmarkt zu unternehmen. Dabei gehe es auch um Rumäniens Ernährungssicherheit im Jahr 2022, mahnte Kiiski. AgE

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